14.02.2020 / dbb beamtenbund und tarifunion/komba gewerkschaft

SuE: Sozialpädagogische Fachkräfte brauchen Profi-Bezahlung

Die Verhandlungskommission des dbb mit dem dbb Bundesvorsitzenden Ulrich Silberbach (4.v.r.) und dem komba Bundesvorsitzenden Andreas Hemsing. (2.v.r.). © dbb
Die Verhandlungskommission des dbb mit dem dbb Bundesvorsitzenden Ulrich Silberbach (4.v.r.) und dem komba Bundesvorsitzenden Andreas Hemsing. (2.v.r.). © dbb

Die Forderungen für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst (SuE) stehen fest. Am Freitag (14.02.2020) kam die Verhandlungskommission des dbb in Köln zusammen. Hier die Kernforderungen.

„Ehrgeizig, aber nicht überzogen“, fasste dbb Chef Ulrich Silberbach das Ergebnis der Forderungsdiskussion im dbb zusammen. Silberbach kurz und knapp: „Wer den Sozial- und Erziehungsdienst konkurrenzfähig halten will, wer qualifizierte und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter will, kommt an unseren Forderungen nicht vorbei.“

Sozialpädagogische Berufe attraktiver gestalten

Wir fordern:

  • Qualifizierung und neue Eingruppierungsmerkmale in einer verbesserten Bezahlung wiederfinden
  • Aktuelle und geänderte Eingruppierungsmerkmale sind uneingeschränkt anzuerkennen
  • Anpassung der Stufenlaufzeiten
  • Honorierung von Qualifizierungen bzw. Fort- und Weiterbildungen durch Eingruppierung in höhere Entgeltgruppen, Aufstiegsmöglichkeiten etc.
  • Honorierung von Führungsverantwortung
  • vollständige Anerkennung der Berufserfahrung bei anderen Trägern
  • Anpassung der Eingruppierung an die gestiegenen Anforderungen im Bereich der Behindertenhilfe

Am 5. März startet die 1. Verhandlungsrunde mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA), bei der wir unsere Forderungen präsentieren werden.

„Der Prozess hat 2015 begonnen, 2020 muss und wird es weitergehen. Denn die nötige Anerkennung für diese gesellschaftlich relevanten Aufgaben ist noch lange nicht erreicht. Der Forderungskatalog steht nun. Ab März heißt es, diesen auf den Verhandlungstisch zu bringen“, sagt komba Bundesvorsitzender Andreas Hemsing, der gemeinsam mit Silberbach die Verhandlungen für den dbb führt.

„Wir lassen nicht locker“, ist unser Motto für diese Tarifauseinandersetzung und ich denke, der Slogan ist gut gewählt“, so Silberbach abschließend, „denn wir brauchen einen langen Atem, bis wir für die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst die Wertschätzung haben, die ihnen zusteht.“

dbb-Flugblatt "Sozial- und Erziehungsdienst: Sozialpädagogische Fachkräfte brauchen Profi-Bezahlung " als pdf-Download